Franz Schubert „Winterreise”

nach Texten von Wilhelm Müller
D.911

OHNE LICHT KEIN SCHATTEN – OHNE SCHATTEN KEIN LICHT

Trost in der Einsamkeit, Lust am Leiden und Sehnsucht nach dem Tod sind Züge der menschlichen Existenz, die zwar nicht über alle Menschen gleichmäßig verteilt sind, die aber jeder, wenn auch nur unbewusst und in homöopathischen Mengen, in sich hat. Barden und Künstler aller Zeiten haben diese dunklen Seiten besungen und in ihren Werken gestaltet und symbolisiert. Wilhelm Müllers Gedichtzyklus „Winterreise” (erschienen 1823/1824) ist gewiss einer der Höhepunkte dieses Genres. Dazu ist Schuberts Vertonung dieser Gedichte in ihrer melancholischen Tiefe schwer zu übertreffen. Schuberts musikalischer Schritt verleiht Müllers Wanderer auf seiner Winterreise einen Sog, dem kein Zuhörer widerstehen kann.

Zusammen mit dem Bariton Florian Götz bringt das Grundmann-Quartett die „Winterreise“ in einer neuen Gestalt: Schuberts Klavierpart wurde von Oboist Eduard Wesly für Englischhorn (die größere, melancholische Schwester der Oboe) und Streichtrio bearbeitet. Zwischen den beiden Teilen des Zyklus spielt das Grundmann-Quartett zwei Instrumentalsätze von Schubert, die das Geschehen auf passende Weise illustrieren.

Gute Nacht
Die Wetterfahne
Gefrorne Tränen
Erstarrung
Der Lindenbaum
Wasserflut
Auf dem Flusse
Rückblick
Irrlicht
Rast
Frühlingstraum
Einsamkeit

Andantino aus der Sonate Nr. 20
D.959


Ländler Nr. 5
D.790

Die Post
Der greise Kopf
Die Krähe
Letzte Hoffnung
Im Dorfe
Der stürmische Morgen
Täuschung
Der Wegweiser
Das Wirtshaus
Mut
Die Nebensonnen
Der Leiermann