Bachs Echo

Johann Sebastian Bachs Echo ist in den letzten Jahrhunderten überall erklungen, egal, ob es den Komponisten und Musikern bewusst war oder nicht, egal, ob es die Zuhörer erkannt haben oder nicht. In unserem Programm „Bachs Echo” spielen wir einige der deutlicheren Beispiele für Bachs nachhaltigen Einfluss.

Wir beginnen mit einem Quartett des Bach-Sohnes Johann Christian, den sein Vater natürlich musikalisch gut erzogen hat.

Der Komponist Georg Druschetzky, nicht unwichtig für unser Ensemble wegen seiner neun hervorragenden Oboenquartette, hat den mittleren Satz seines hier programmierten Oboenquartetts „auf den Namen Bach mit Noten ausgetrügt”.

Es folgt eine Reihe von Sätzen, die Bachs kontrapunktischen Einfluss auf Mozarts Schaffen zeigen, endend mit dem fugatisch ekstatischen Finale von Mozarts Quartett KV 387.

Nach der Pause erklingt ein Echo aus dem zwanzigsten Jahrhundert: Dmitri Schostakowitsch komponierte, inspiriert durch seinen Besuch des Leipziger Bachfestes 1950 und durch die dort aufgetretene Pianistin Tatjana Nikolajeva, 24 Präludien und Fugen für Klavier, von denen unser Oboist Eduard Wesly vier Paare für Oboe und Streichtrio bearbeitet hat.

Am Ende des Programms kehren wir mit Bachs Choral "Vor deinen Thron tret' ich hiermit", zum Brunnen dieses Echos zurück.

J. C. Bach

Oboenquartett in F

G. Druschetzky

Oboenquartett in g

W. A. Mozart

Largo und Fuga in F
KV 404a/4

Adagio in d
KV404a/2

Molto Allegro
Finale aus Quartett in G
nach KV 387
(Bearbeitung Eduard Wesly)


D. Schostakowitsch

5 Präludien und Fugen aus op. 87
(Bearbeitung Eduard Wesly)


J. S. Bach

Choralbearbeitung BWV 668

"Vor deinen Thron tret' ich hiermit"